Tipps und Tricks für die Behebung von Pannen eines defektem Windows
1 XP: Master Boot Record reparieren
2 XP: Absturz des Windows-Explorers verhindern
3 ein Programm blockiert den gesamten Computer - was tun?
4 Ein Programm öffnet sich nicht (z.B. häufig bei Outlook und Firefox)
5 Windows funktioniert nicht mehr richtig

 

1XP: Master Boot Record reparierenzurück

Leider ist es manchmal nicht so einfach, ein instabiles System nur mit der  Systemwiederherstellung zu reparieren, beispielsweise wenn das System nicht mehr startet. Die Ursache für diesen Start-Fehler ist meist ein defekter Master Boot Record ( MBR) auf der Festplatte. Wenn dieser defekt ist, kann der so genannte Boot-Loader (ein Programm, das Windows startet) nicht mehr aktiviert werden.

Aber auch ein defekter MBR kann mit den Bordmitteln von Windows XP repariert werden:

  1. Starten Sie Ihr System von Ihrer Windows XP-Installations-CD. Möglicherweise musse dazu vorher die Startreihenfolge der Laufwerke im BIOS entsprechend geändert werden.
  2. Wenn die Willkommensseite angezeigt wird, die Taste <R> drücken und anschließend die Taste <K> für Konsole.
  3. Danach listet Windows alle Installationen auf (gewöhnlich gibt es nur eine namens C:\ Windows) und fragt, bei welcher Sie sich anmelden möchten. Geben Sie hier 1 ein.
  4. Windows fordert nun auf, das Administratorkennwort einzugeben. Da der Administrator unter Windows XP Home in der Standardeinstellung kein Kennwort hat, unter XP Home einfach < Return> drücken (Enter-Taste),
    unter XP Professional das vergebene Kennwort eingeben.
  5. Danach den Befehl fixmbr eingeben und die Entertaste drücken ( < Return>), um den MBR zu reparieren.
  6. Anschließend exit eingeben, < Return> drücken und das System neu starten.
2 XP: Absturz des Windows-Explorers verhindern zurück

Wenn Dateien über das Kontextmenü gelöscht werden sollen, stürzt manchmal der Windows-Explorer ab.

Verantwortlich für diesen Fehler ist die „Data Execution Prevention“ ( DEP), die mit dem SP2 (Service Pack 2) für Windows XP installiert wird. Diese Technologie verhindert das Ausführen von schädlichem Programmcode.

Versucht ein Programm, den Code aus einem geschützten Speicherort heraus auszuführen, schließt DEP das Programm. Dabei wird aber nicht geprüft, ob der Code bös- oder gutartig ist. So kann auch ein harmloses Programm „abgeschossen“ werden.

Zur Lösung des Problems tragen Sie dieses Programm einfach als Ausnahme ein:

  1. Klicken Sie auf Start SystemsteuerungSystemErweitertSystemleistungEinstellungDatenausführungsverhinderung.
  2. Aktivieren Sie die Option Datenausführungsverhinderung für alle Programme und Dienste mit Ausnahme der gewählten aktivieren.
  3. Tragen Sie das Programm, dessen Dateien den Absturz des Windows-Explorers auslösen, als Ausnahme ein.
3 ein Programm blockiert den gesamten Computer - was tun? zurück

Hat bestimmt jeder schon mal erlebt: nichts geht mehr, die Maus reagiert nicht mehr, der Bildschirm ist "eingefroren". Schuld ist meist eines der geöffneten Programme. Mit dem Task-Manager finden wir heraus, wer der "Schuldige" ist und beenden dieses Programm zwangsweise. Das geht wie folgt:

  1. Tastenkombination "Strg+Alt+Entf" oder "Strg+Shift+Esc"
  2. im geöffneten Taskmanger den Reiter "Anwendungen" aktivieren
  3. Hinter einem der angezeigten Programme steht: "reagiert nicht" oder "keine Rückmeldung"
    dieses Programm markieren und am unteren Fensterrand auf "Task beenden" klicken
  4. das blockierende Programm wird geschlossen und kann neu gestartet werden
4 Ein Programm öffnet sich nicht (z.B. häufig bei Outlook und Firefox) zurück

Manchmal ärgert man sich, weil ein bestimmtes Programm partout nicht starten will. Dies passiert zum Beispiel zuweilen, wenn man gerade Outlook oder den Browser Firefox geschlossen hat und diese aber kurze Zeit später erneut starten möchte. Zumeist sind diese Programme dann noch als sogenannter Prozess im Hintergrund geöffnet und können deswegen nicht nocheinmal geöffnet werden. Abhilfe schafft der Taskmanger:

  1. Tastenkombination "Strg+Alt+Entf" oder "Strg+Shift+Esc"
  2. im geöffneten Taskmanger den Reiter "Prozesse" aktivieren
  3. prüfen, ob das Programm, das nicht starten will, hier als laufender Prozess angezeigt wird
  4. wenn ja, dann diesen Prozess markieren und beenden

Danach sollte das Programm wieder problemlos starten

5 Windows funktioniert nicht mehr richtig zurück

Das Horrorszenario für jeden PC-Besitzer: Windows funktioniert plötzlich nicht mehr. Die Ursachen können sehr vielfältig sein: ein Virus, ein kürzlich installiertes Programm, eine kürzlich neu angeschlossene Hardware,....

Zum Glück hat Windows ein Werkzeug an Bord, welches immer dann, wenn sich an der Gesamtkonfiguration etwas ändert (Anschluss einer neuen Hardware, Installation eines neuen Programms), eine "Momentaufnahme" der bisherigen Konfiguration anfertigt und speichert. Und in Problemsituationen kann man das System mit Hilfe dieser "Momentaufnahmen" zurück versetzen in einen Zustand, als noch alles funktionierte. Und das geht denkbar einfach:

  1. Start - Alle Programme - Zubehör - Systemprogramme - Systemwiederherstellung
  2. Im sich öffnenden Fenster "Systemwiederherstellung" auf "Weiter" klicken
  3. es erscheint ein Kalender, in dem die vorhandenen Wiederherstellungspunkte (das Datum ihrer Speicherung) fett markiert sind (bei Windows 7 erscheint zunächst nur der letzte "automatische Wiederherstellungspunkt" - hier eventuell zusätzlich in das Kästchen vor "weitere Wiederherstellungspunkte anzeigen" ein Häkchen setzen
  4. das Datum eines gespeicherten Wiederherstellungspunktes auswählen und auf "weiter" klicken
  5. Windows beginnt dann, sich selbst in den Zustand zurückzuversetzen, in dem es sich zu dem gewählten Zeitpunkt befand. Dies kann einige Minuten dauern. Windows fährt danach selbständig herunter und startet selbständig neu.

In vielen Fällen funktioniert Windows danach wieder einwandfrei. Dateien gehen dabei nicht verloren, aber Programme, die nach dem gewählten Datum installiert wurden, sind dann nicht mehr vorhanden.