Tipps und Tricks für die Bildbearbeitung am PC
1 Bilder in Word-Dokument einfügen
2 Photoshop: unscharfe Fotos nachschärfen
3 Irfan View: schiefe Fotos gerade richten
4 IrfanView: Goldenen Schnitt eines Bildes prüfen
5 Bildbearbeitung im Web: mit pixlr

 

1Bilder in Word-Dokument einfügenzurück

Fügt manBilder im jpg-Format in ein Word-Dokument ein, so vergrößert sich die Datei explosionsartig um das 5-6fache.
Warum ist das so und wie ist das zu vermeiden?

Das jpg-Format ist schon eine komprimierte Form der Bild- Datei. Wird diese Datei in ein Word document eingefügt, berechnet der PC die eigentliche Grösse des Bildes in seinem unkomprimierten Zustand. Da das Bild dann noch als Word Datei abgespeichert wird, wird die Datengrösse nochmals vergrössert.

Abhilfe erreicht man, indem man das Bild vor dem Einfügen in WORD in einem anderen Format speichert, z.B. gif, bmp, pdf.

Eine andere Möglichkeit ist das Abspeichern derTextdatei mit eingefügtem Bild als pdf. Diese Format komprimiert die Dateien am meisten. Oder man "zipt" die fertige Datei, das bringt nochmal 20 Prozent Verkleinerung

Aber die einfachste Methode ist: Anlegen eines Textfeldes und anschließendes Einfügen oder Einkopieren des Bildes in dieses Feld. Das Textfeld kann sodann mitsamt des Bildes problemlos verschoben werden, auch der Feldrahmen kann unsichtbar gemacht werden (Rechtsklick auf den Rahmen des Textfeldes: Grafik formatieren: Linie einstellen auf "keine Linie").

2 Photoshop: unscharfe Fotos nachschärfen zurück

Mit der Schärfefunktion von Photoshop oder Photoshop Elements lassen sich Bilder problemlos nachschärfen. Die Sache hat allerdings einen Haken. Bei Fotos mit großem Kontrastumfang wirken die hellen Bereich oft überschärft. Das lässt sich durch getrenntes Schärfen von dunklen und hellen Bereichen verhindern.

Um getrennt zu schärfen, mit dem Befehl “Ebene | Neu | Ebene durch Kopie” eine Kopie der aktuellen Ebene erzeugen. In der Ebenenliste die Kopie aktivieren und den Befehl “Filter | Scharfzeichnungsfilter | Unscharf maskieren” (Photoshop) bzw. “Überarbeiten | Unscharf maskieren” (Photoshop Elements) aufrufen. Als Stärke 150%, als Radius 2,5 Pixel einstellen und das Fenster mit OK schließen. Danach in der Ebenenliste als Füllmethode “Abdunkeln” wählen.

Anschließend mit “Ebene | Neu | Ebene durch Kopie” eine Kopie der Kopie anlegen und als Füllmethode für diese zweite Kopie “Aufhellen” wählen. Mit dem “Deckkraft”-Regler die Deckkraft der beiden Ebenen anpassen, um in den hellen und dunklen Bereichen die besten Schärfungsergebnisse zu erhalten. Meist ist es optimal, die Ebene mit der Füllmethode “Abdunkeln” mit einer höheren Deckkraft zu versehen als die “Aufhellen”-Ebene.

3 Irfan View: schiefe Fotos gerade richten zurück

Wer kennt das nicht: Beim Knipsen kurz nicht Acht gegeben - Motiv schief aufgenommen. Nochmal fotografieren ist nicht. Oft lässt sich das Bild aber nachträglich gerade drehen.

Möglich macht es die Funktion Fein-Rotation des kostenlosen Bildbetrachters IrfanView. So drehen Sie ein Foto um wenige Grad:

  1. IrfanView starten und eine Bilddatei öffnen.
  2. Auf „Bild, Fein-Rotation…“ klicken. Stattdessen kann man auch die Tastenkombination Strg+U gleichzeitig drücken.
  3. Im Dialogfeld „Rotate by angle“ eine Gradzahl zwischen -360.00 und +360.00 Grad eintragen. Die Vorschau auf der rechten Seite zeigt, wie das gedrehte Foto ungefähr aussieht. Oft sind mehrere Anläufe nötig, bis man den richtigen Wert für die Gradangabe ermittelt hat. Orientieren kann man sich beispielsweise an Linien im Bild, die eigentlich rechtwinklig verlaufen sollten.
  4. Unten im Fenster auf die Schaltfläche „Choose“ klicken und eine Farbe auswählen, mit der die Randbereiche des fertig gedrehten Fotos ausgefüllt werden sollen.
  5. Ein Klick auf „OK“, schon wird das Bild gedreht.

Wer möchte, schneidet das Foto anschließend noch etwas zu, damit die Drehung in den Ecken nicht auffällt. Eventuell ist auch ein leichtes Nachschärfen nötig.

4 IrfanView: Goldenen Schnitt eines Bildes prüfen zurück

Seit Leonardo Davinci ist bekannt: Damit ein Motiv richtig zur Geltung kommt, sollte es nicht genau in der Mitte der Bildfläche stehen, sondern im sogenannten Goldenen Schnitt. Ob ein Foto dieser Vorgabe entspricht, lässt sich ohne Rechnen herausfinden. Der kostenlose Bildbetrachter IrfanView macht’s möglich.

Die Funktion steht in IrfanView 4.28 oder höher zur Verfügung.

  1. Dazu ein Bild mit IrfanView laden.
  2. Von der oberen linken Bild-Ecke zur unteren rechten Ecke eine Markierung aufziehen.
  3. Auf „Bearbeiten, Gitter in Markierung zeichnen, Goldener Schnitt” klicken.
  4. Auf der Bildfläche wird jetzt ein entsprechendes Gitter angezeigt.

Das Vordergrund-Motiv sollte sich jetzt auf einer oder mehreren der 4 Linien befinden.

5 Bildbearbeitung im Web: mit pixlrzurück

Immer mehr Aufgaben lassen sich ohne Installation eines speziellen Programms auf dem eigenen Rechner erledigen, nämlich direkt im Web – oft sogar kostenlos. Unter www.pixlr.com findet manr zum Beispielein kostenloses Bildbearbeitungs-Programm, das komplett im Browser abläuft. Lediglich der Flash-Player muss installiert sein, was aber bei fast allen Computern der Fall ist.

Schaltet man den Browser mit der Taste [F11] in den Vollbildmodus, sieht Pixlr einer anspruchsvollen Bildbearbeitung-Software wie etwa Photoshop zum Verwechseln ähnlich – zumindest auf den ersten Blick, denn an den Funktionsumfang einer Profianwendung reicht der Editor auf pixlr.com dann doch nicht ganz heran.

Muss aber auch nicht sein, denn gerade für Benutzer, die nur gelegentlich Bilder bearbeiten wollen, ist der Web-Dienst pixelr eine echte Alternative: Fotos können zugeschnitten und verkleinert, Bereiche markiert und verfärbt werden. Zahlreiche Filter machen die eigenen Aufnahmen zu einem Kunstwerk. Sogar mit Ebenen kann Pixlr arbeiten, das schafft nicht mal jede Desktop-Software. Zudem lassen sich Helligkeit, Kontrast, Sättigung oder Tonwert anpassen. Hier bietet Pixlr das volle Programm für Fotoretuschen.